Photovoltaikanlagen werden preiswerter
Für interessierte private Haushalte blieb also zunächst der Bau einer Solaranlage eine teure Angelegenheit. Dass die Nachfrage nach Photovoltaikeinrichtungen dennoch ständig gestiegen ist, kann sicherlich auch als Indiz für ein gesteigertes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung gesehen werden. Eine wesentliche Rolle spielen dabei aber bis heute wohl auch die enorm gestiegenen Energiekosten aus den Bereichen der herkömmlichen fossilen Energieerzeugung sein. Dennoch ist bis heute die tatsächliche Wirtschaftlichkeit einer solchen privaten Anlage, trotz der sehr hohen gesetzlich garantierten Einspeisevergütung für Strom, der damit produziert wurde, eher gering. Die Tendenzen für die Zukunft aber sind außerordentlich vielversprechend. Unabhängig von dem Einzelpreis einer Solar-Silizium-Zelle sind die Gesamtkosten für eine fertig installierte Solarstromanlage von etwa 5.800 Euro im Jahre 2006 auf heute knapp 5.000 Euro gefallen. Deutlicher werden die Vergünstigungen noch, wenn die in diesem Zeitraum umgesetzte Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent berücksichtigt wird. Die enormen technischen Entwicklungen und Forschungen in diesem Bereich versprechen aber in der näheren Zukunft weitere einschneidende Verringerungen der Investitionskosten bei einer gleichzeitigen immensen Erhöhung der Wirtschaftlichkeit. Innerhalb der Solarenergieindustrie sind so in kurzer Zeit in Deutschland außerdem Investitionen von rund 1,8 Milliarden Euro für die Erweiterung von Produktionskapazitäten vorgesehen.
Sinkende Preise und höhere Effizienz machen Solarstrom attraktiv
So führen nach Prognosen von Wissenschaftlern die sinkenden Preise nicht nur dazu, dass Solarstrom immer wettbewerbsfähiger wird, gegenüber dem herkömmlich produzierten Strom, sondern diesen in absehbarer Zeit in Bezug auf die Effizienz und die tatsächlichen Energiekosten deutlich verdrängen wird.
Dabei hat die im Erneuerbaren-Energien-Gesetz festgelegte Einspeisevergütung des Solarstroms in Deutschland einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung. Auch wenn die bisherigen Förderungen in Höhe von 46,75 Cent je eingespeister Kilowattstunde ab Anfang des Jahres 2009 zugunsten der höheren Förderung anderer regenerativer Energien auf 43,00 Cent je Kilowattstunde verringert wird, ist durch die sinkenden Investitionskosten bei einer Komplettanlage weiterhin eine Wirtschaftlichkeit gegeben. Die Renditeerwartung liegt derzeit bei rund sieben Prozent und damit fast doppelt so hoch wie noch vor drei Jahren. Für die Zukunft wird erwartet, dass sich eine solche Anlage bereits nach zehn Jahren völlig amortisiert hat, die garantierte staatliche Förderung bleibt dabei dennoch für volle zwanzig Jahre erhalten. Entscheidend für die weiterhin günstige Entwicklung des Solarenergiemarktes ist eine weiter steigende Nachfrage und die ist bis heute ungebremst groß.
Aufbau der Solaranlage in vielen Fällen ohne Genehmigung möglich
Wer als Hausherr eine entsprechende Photovoltaikanlage errichten möchte, benötigt zunächst eine geeignete Installations- beziehungsweise Aufstellungsfläche für die Solarmodule. Um über die Solarzellen eine Stromleistung von einem Kilowatt zu erreichen, wird dabei eine Fläche von etwa zehn Quadratmetern benötigt. Dabei ist in den meisten Fällen der Aufbau einer Solaranlage genehmigungsfrei, wenn die Module an der Fassade oder auf dem Dach des Hauses installiert werden. Für Photovoltaikanlagen, die allerdings auf einer Freifläche auf dem Grundstück errichtet werden soll, wird in aller Regel immer eine Genehmigung benötigt. Entsprechende Genehmigungen erteilen die zuständigen Bauordnungsämter.
Je nach Standort variiert die Leistung einer Photovoltaikanlage. Eine installierte Anlage mit einer Fläche von 100 Quadratmetern erzeugt so im Jahr zwischen 7.000 und 10.000 Kilowattstunden Strom. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht im Jahr etwa die Hälfte dieser Menge.
Betreiber einer solchen Solarstromanlage bekommen den so produzierten Strom bei einer Einspeisung in das Stromnetz gesetzlich garantiert vergütet. Diese Einspeisevergütung ist abhängig von der Art der Anlage und der Menge des eingespeisten Stromes. Aktuell liegt sie bei rund 45 Cent je Kilowattstunde Strom. Einige Bundesländer und Kommunen gewähren darüber hinaus zusätzliche Unterstützungen beim Neubau einer Solaranlage.




