Bauherrengemeinschaft

Der Traum vom Haus zusammen mit Partnern

Ein Grundstück zu erschließen, die Grunderwerbssteuer, Kosten für einen Architekten, all das sind Kosten, die zusätzlich auftreten, wenn Sie planen ein Eigenheim zu bauen. Wie lassen sich diese Kosten auf ein erträgliches Maß reduzieren? Eine Bauherrengemeinschaft ist eine Möglichkeit.

Preiswert bauen ist der Wunsch vieler jungen Familien.

Es gibt unterschiedliche Modelle für eine Bauherrengemeinschaft. Ob es nun ein Reihenhaus oder auch ein Mehrfamilienhaus sein soll.  Wenn Sie mit Gleichgesinnten eine Bauherrengemeinschaft bilden, können Sie im Vergleich zu einem Bauprojektträger viele Kosten teilweise oder sogar ganz einsparen. Grunderwerbssteuer kann teilweise oder ganz eingespart werden. Hausanschluss- und Vermessungskosten fallen anteilig geringer aus ebenso wie die Grundstückskosten allgemein. Dadurch dass Sie und Ihre Partner beim gemeinsamen Bauvorhaben sich verpflichten sich gegenseitig bei den Eigenleistungen zu helfen, lassen sich erhebliche Kosten sparen.

Bauherrengemeinschaften setzen ein großes gegenseitiges Vertrauen voraus. Schließlich planen Sie  nicht nur gemeinsam mit anderen Personen ein teures Projekt zu bauen. Wenn das Gebäude steht, möchten Sie ja mit Ihren Partnern lange Zeit in friedlicher Nachbarschaft wohnen bleiben. Um dies zu erreichen sind einige Vorsichtsmaßnahmen unumgänglich.

Verschiedene Rechtsformen sind denkbar

Rechtlich gesehen ist die Bauherrengemeinschaft dem Begriff des Bauherren gleichgesetzt. Es ist trotz aller finanziellen Vorteile deswegen darauf zu achten, dass diese Partnerschaft auch auf soliden gesetzlichen Fundamenten ruht. Es ist unabdingbar, mit den einzelnen Mitgliedern der Bauherrengemeinschaft ein schriftliches und für alle gleich bindendes Vertragsstück zu erstellen. Erkundigen Sie sich, es gibt im Fachhandel gute vorgefertigte Dokumente, die Ihnen bei der Erstellung Ihres Vertrages helfen können. Dafür bieten sich verschiedene Modelle und Rechtsformen an. Die am geläufigsten ist die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Diese ist relativ einfach zu gründen, Der Nachteil liegt darin, dass jedes Mitglied mit seinem persönlichen Vermögen haftet.

Die aufwendigste Form, eine Bauherrengemeinschaft zu gründen, ist die Genossenschaft. In ihr ist es möglich die individuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse der diversen Bauherren zu berücksichtigen. Durch einen Mitgliedsanteil ist jeder der Bauherren anteilig an dem Bauvorhaben beteiligt. Das einzelne Mitspracherecht wird hier auch gleich vertraglich geregelt. Diese Form ist vor allem auch dann interessant, wenn ein Partner sein Wissen oder Können zu Verfügung stellt und ein anderer sein Geld. Eine weitere Rechtsform, die für Bauherrengemeinschaften interessant ist, ist die Gründung eines Vereins.

Welche Rechtsform für Sie speziell von Interesse ist, wird sich von Fall zu Fall anders darstellen. Wichtig ist jedoch, vor Beginn des Bauvorhabens alles genau zu besprechen und es vertraglich zu regeln. Dies kann unter Umständen große Probleme gleich von Anfang an vermeiden helfen.

Wo soll gebaut werden


Standortsuche ist eine weitere Herausforderung  der Bauherrengemeinschaft.  Wenn nicht schon einer der Bauherren ein Grundstück mit in die Gemeinschaft einbringt, so ist es wichtig sich genau zu überlegen, wo gebaut werden soll. Ein eher ländliches Ambiente? Oder doch lieber mitten in der Stadt? Oft hilft es schon Kontakt mit Gemeinden aufzunehmen, die der Bauherrengemeinschaft behilflich sein können. Die Gemeinde weiß in der Regel, wo noch bebaubare Grundstücke frei sind. Je nach Kommune ist der Ansprechpartner das Stadtplanungsamt, Wohnungsamt oder Liegenschaftsamt.

Bauherrengemeinschaften ermöglichen Ihnen, gemeinsam mit ähnlich oder gleich denkenden Partnern ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Baukonzept zu entwickeln und zu implizieren. Es braucht zwar Geduld und manchmal auch sehr viel Ruhe um mehrere Meinungen unter einen Hut zu bringen. Andererseits sind Sie als Bauherren in der Lage gegenüber Geldgebern fester und sicherer aufzutreten als alleine. Dadurch verbessern sich auch die Möglichkeiten Ihren individuellen Baustil und Ihre Wohnvorstellungen in Ihr Bauvorhaben einfließen zu lassen. Weg vom Einheitsbau mit 4 Zimmern hin zum individuell gestalteten Eigenheim passend für Ihre Bedürfnisse.

Foto:Liv Friis Larsen
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