KfW 40

Bauförderung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau

Nach Wegfall des Wohngeldes fällt manchem Bauherren die Baufinanzierung ein wenig schwerer. Im Zuge staatlicher Pläne, die CO²-Emissionen zu reduzieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen einzuschränken, bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau günstige Fördermöglichkeiten für energieeffiziente Eigenheime.

Energiesparendes Bauen wird vom Bund gefördert.

Ein so genanntes KfW40 - Haus hat einen Jahresprimärenergiebedarf „Qp“ für Warmwasser und Heizung von weniger als 40 kWH /(m²a), auf die Gebäudenutzungsfläche gerechnet. Der spezifische Transmissionswärmeverlust muss wenigstens 45 % unter dem angegebenen Höchstwert der geltenden Energieeinsparverordnung liegen. Dieser Standard hat sich als Terminologie inzwischen durchgesetzt, kommt jedoch ursprünglich von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. KWH ist dabei die Maßeinheit, eine Abkürzung für „Watt Wärmeleistung pro Quadratmeter Bauteilfläche und pro Kelvin Temperaturdifferenz“. Jedes Gebäude verliert über die Außenfassade Wärme. Die Höhe dieses Wärmeverlustes lässt sich mit diesem Wert definieren. So wird eine Vergleichbarkeit von Häusern unterschiedlichster Bauweisen geschaffen.

Angesichts der Klimaschutzziele senkte der Staat diesen Wert konstant ab. Wurden noch in den 1960er und 1970ern Wohnhäuser mit einem Heizwärmebedarf von ca. 300 kWh/ (m²a) gebaut, so sank er in den nachfolgenden Jahren stetig weiter. 2002 konnten bereits Werte von 160 kWh / (m²a) erreicht werden. Niedrigenergiehäuser wurden zum Standard. Die momentane Zielsetzung liegt bei dem so genannten „3-Liter-Haus“. Durch gezielte Förderung von Neubauten im Niedrigstenergiebereich und bei Altbausanierungen können heute Jahresprimärenergiebedarfe von 30 kWh/ (m²a) erreicht werden.

Um diesen anspruchsvollen Vorgaben gerecht zu werden, bedarf es diverser bautechnischer Maßnahmen. Die Wärmedämmung der Außenfassade muss sehr effizient sein. Ein KfW40-Haus ist winddicht und es werden regenerative Energien genutzt. Häufig werden Solaranlagen in Kombination mit Wärmepumpe oder Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zur Erreichung des Standards genutzt. Neben der effizienten Wärmedämmung und der konsequenten Vermeidung von Wärmebrücken besitzt das KfW40-Haus eine kompakte Form. Dadurch wird die Oberfläche gering gehalten und bietet wenig Fläche für Wärmeverluste.

Förderungsmittel

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert das KfW40-Haus mit bis zu maximal 50.000 Euro je Wohneinheit. Diese Förderung kann mit anderen Fördermitteln kombiniert werden. Gefördert wird selbst genutzter Wohnraum aber auch Wohnraum zur Vermietung. Anträge können von Privatpersonen, Trägern von Institutionen, Gemeinden, Kreisen und Wohnungsbauunternehmern gestellt werden. Die Finanzierung beschränkt sich auf Eigenheime, Wohnungen, Alten- und Pflegeheime oder Wohnheime. Ferien- und Wochenendhäuser sind nicht förderungsfähig.

Die Fördergelder werden als langfristige Kredite mit niedrigen Zinsen vergeben und ermöglichen es so auch Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen, in den Genuss eines energieeffizienten Wohnhauses zu kommen.

Was vor 30 Jahren noch als unwahrscheinliche Utopie abgetan wurde ist heute schon fast Standard - ein Haus mit einem hervorragenden Wohnklima, niedrigsten Heizkosten und erschwinglich für die Durchschnittsfamilie. Wir dürfen gespannt auf die Entwicklung der nächsten 30 Jahre blicken.

Foto:PeJo
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